Sehen im Straßenverkehr: Nachtblindheit und Blendung

Nachtblindheit und Blendung

Wer im Dunkeln oder bei Gegenverkehr schlecht sieht, sollte das abklären lassen, denn die Ursachen reichen von einer ungenauen Brillenstärke bis zu Erkrankungen wie dem Grauen Star oder der Netzhaut. Die gute Nachricht: Viele Ursachen lassen sich behandeln oder zumindest gut ausgleichen.

Was bedeutet Nachtblindheit?

Mit Nachtblindheit ist eine eingeschränkte Fähigkeit gemeint, sich an Dunkelheit anzupassen und bei wenig Licht zu sehen. Der Begriff meint nicht, dass man nachts gar nichts sieht. Auffällig ist es oft, wenn man beim Wechsel von hell nach dunkel lange braucht, bei Dämmerung unsicher wird oder Hindernisse zu spät bemerkt.

Mögliche Ursachen schlechten Sehens im Dunkeln

  • Nicht optimal korrigierte Fehlsichtigkeit, vor allem Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung
  • Grauer Star: Die Linsentrübung streut Licht und lässt Kontraste verblassen
  • Erkrankungen der Netzhaut, zum Beispiel erblich bedingte Formen, die das Sehen in der Dämmerung zuerst treffen
  • Grüner Star und andere Sehnervenerkrankungen
  • Vitamin-A-Mangel (in Deutschland selten)
  • Medikamente, trockene Augen, Hornhautveränderungen

Warum blendet es manchmal so stark?

Blendung entsteht, wenn Licht im Auge gestreut wird. Häufige Gründe sind eine beginnende Linsentrübung, trockene Augen oder Veränderungen der Hornhaut. Auch verkratzte oder verschmutzte Brillengläser verstärken das Problem. Manche Menschen berichten nach Eingriffen am Auge vorübergehend über mehr Blendung oder Lichthöfe. Das sollte beim Beratungsgespräch zur Sprache kommen.

Was Sie selbst tun können

  • Brille regelmäßig reinigen und die Stärke aktuell halten
  • Windschutzscheibe und Scheinwerfer sauber halten
  • Auf lange Nachtfahrten verzichten, bis die Ursache geklärt ist
  • Beschwerden nicht verdrängen, auch wenn Sie „nur“ vorsichtiger fahren

Sehtest und Führerschein

Für den Führerschein sind Mindestanforderungen an das Sehen vorgeschrieben, bei Pkw etwa eine ausreichende Sehschärfe, gegebenenfalls mit Brille. Bei höheren Klassen und bei Berufskraftfahrern gelten strengere Regeln. Zur Eignung gehören je nach Fall auch Gesichtsfeld und Dämmerungssehen. Wir führen den Führerschein-Sehtest durch und erstellen auf Wunsch Gutachten.

Wann Sie schnell handeln sollten

Wenn Ihr Sehen im Verkehr unsicher wird, Sie Hindernisse oder Personen übersehen oder plötzlich schlechter sehen, lassen Sie sich zeitnah untersuchen. Wer weiß, dass das Sehen nicht ausreicht, sollte nicht fahren. Ob eine Eintrübung dahintersteckt, erfahren Sie zum Beispiel auf unserer Seite zum Grauen Star.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung.

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