AUGENPRAXIS HAMM

Fliegende Mücken und Lichtblitze im Auge: Harmlos oder Notfall?

„Neue Punkte und Blitze sollten Sie nicht abwarten.“

Was sind fliegende Mücken?

Der Glaskörper füllt das Augeninnere und ist ein klares Gel. Mit der Zeit verdichten sich darin feine Fasern. Sie werfen Schatten auf die Netzhaut, und Sie sehen Punkte, Fäden, Spinnweben oder kleine Wolken, die mit der Augenbewegung wandern. Besonders gut fallen sie vor hellem Hintergrund auf, zum Beispiel vor dem Himmel oder einer weißen Wand.

Fliegende Mücken (Mouches volantes) sind sehr häufig, vor allem ab etwa 50 Jahren und bei Kurzsichtigkeit. Meist sind sie harmlos. Manchmal sind sie aber das erste Zeichen eines Netzhautrisses. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Harmlos oder Warnzeichen?

Meist harmlos

Einzelne Punkte oder Fäden, die seit Wochen oder Jahren unverändert sind und nicht zunehmen.

Schnell abklären

Neue Mücken, viele auf einmal oder eine deutliche Zunahme innerhalb weniger Tage.

Lichtblitze

Blitze oder Funken, vor allem am Rand des Gesichtsfeldes und im Dunkeln. Der Glaskörper zieht an der Netzhaut.

Schatten oder Vorhang

Ein Schatten, der von der Seite oder von oben wächst, oder plötzlich verzerrtes Sehen.

Sofort melden: Rufen Sie uns an, 02381 966070

  • Plötzlich viele neue schwarze Punkte oder „Rußregen“
  • Lichtblitze, die neu auftreten oder zunehmen
  • Ein Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld
  • Plötzlich schlechteres oder verzerrtes Sehen
  • Außerhalb der Sprechzeiten: Notdienst 116 117 oder eine Augenklinik

Warum entstehen fliegende Mücken?

  • Glaskörperabhebung: Mit zunehmendem Alter verflüssigt sich der Glaskörper und löst sich von der Netzhaut. Das ist die häufigste Ursache.
  • Kurzsichtigkeit: Bei längerem Augapfel tritt die Veränderung früher auf. Mehr dazu unter Myopie-Management.
  • Nach Augenoperationen oder Verletzungen
  • Entzündungen oder Blutungen im Auge, zum Beispiel bei Diabetes. Siehe Netzhaut und Diabetes.
  • Netzhautriss oder Netzhautablösung: Das ist der Grund, warum neue Mücken abgeklärt werden sollten.

Ihre Untersuchung in unserer Praxis

01

Gespräch

Sie schildern, seit wann und wie stark die Mücken oder Blitze auftreten.
02

Pupille erweitern

Mit Augentropfen erweitern wir die Pupille, damit wir die gesamte Netzhaut sehen.
03

Netzhaut bis zum Rand

Wir untersuchen Glaskörper und Netzhaut, besonders die Randbereiche, in denen Risse entstehen.
04

Befund und Kontrolle

Wir erklären Ihnen den Befund und planen bei Bedarf eine Kontrolle nach einigen Wochen.

Nach den Tropfen sehen Sie einige Stunden lang unscharf und sind blendempfindlich. Bitte fahren Sie in dieser Zeit nicht selbst Auto und planen Sie genug Zeit ein.

Behandlung: Was ist möglich?

  • Harmlose Glaskörpertrübungen: In der Regel ist keine Behandlung nötig. Mit der Zeit stören die Mücken meist weniger.
  • Netzhautriss oder Loch: Der Laser kann den Riss umgeben und festschweißen, bevor sich die Netzhaut ablöst. Mehr dazu auf der Seite Laser.
  • Netzhautablösung: Sie ist ein Notfall und muss operiert werden.

Eine sichere Vorbeugung gibt es nicht. Wer neue Symptome ernst nimmt und rechtzeitig kommt, hat aber sehr gute Chancen, das Sehen zu erhalten.

Weiterführende Leistungen

Häufige Fragen

Meist nicht. Einzelne, seit Langem vorhandene Punkte oder Fäden sind in der Regel harmlos. Neue, viele oder zunehmende Mücken, Lichtblitze oder ein Schatten im Gesichtsfeld sollten Sie dagegen noch am selben Tag augenärztlich abklären lassen.

Sie verschwinden selten ganz. Oft sinken sie ab oder das Gehirn gewöhnt sich daran, sodass sie weniger stören. Eine plötzliche Zunahme ist dagegen kein Zeichen von Gewöhnung, sondern gehört untersucht.

Bei vielen neuen Punkten oder „Rußregen“, bei Lichtblitzen, bei einem Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld und bei plötzlich verzerrtem oder schlechterem Sehen. Rufen Sie in diesen Fällen bitte direkt an: 02381 966070. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Oft zieht der Glaskörper an der Netzhaut. Das reizt sie und es entstehen Blitze, vor allem am Rand des Gesichtsfeldes. Flimmern, das beide Augen betrifft und nach etwa einer halben Stunde abklingt, kann eine Migräneaura sein. Sind Blitze neu, lassen Sie sie trotzdem untersuchen.

In den meisten Fällen ist keine Behandlung nötig. Wichtig ist, die Ursache zu klären und einen Netzhautriss auszuschließen. Ein Riss kann mit dem Laser behandelt werden. Ob bei sehr störenden Trübungen eine Behandlung infrage kommt, besprechen wir individuell.

Bei akuten Beschwerden rufen Sie uns bitte kurz an unter 02381 966070, dann finden wir eine Lösung. Für Kontrollen ohne Eile buchen Sie bequem online einen Termin.

Neue Mücken oder Lichtblitze? Wir schauen nach.

Bei akuten Beschwerden rufen Sie uns bitte an: 02381 966070. Für alles andere buchen Sie bequem online.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Beratung

Praxiszeiten

Montag 8:00 - 13:00 / 15:00 - 18:00
Dienstag 8:00 - 13:00 / 15:00 - 18:00
Mittwoch 8:00 - 14:00 OP-Tag
Donnerstag 8:00 - 13:00 / 15:00 - 18:00
Freitag 8:00 - 12:00

Kontakt

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